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KONZEPT

 

 

 

Der Auftrag:   

 

4 bis 5 goldene Golfbälle als gleichwertige Ehrenpreise für die Brutto-SiegerInnen des Golfturniers „mexican-trophy2005“.

 

Das Golfturnier „mexican-trophy 2005“ ist verbunden mit einer Charityaktion zu Gunsten des sozialpädagogischen Projekts „FriedensflotteMirno More / Kids On Board“, das sich seit 1992 kontinuierlich erweitert. Die Verknüpfung von Wirtschaft, Gesellschaft, Sozialem, Sport und Kunst mit der Essenz von menschlicher Hilfe soll sich in einem Goldenen Golfball widerspiegeln. Eine Erweiterung des Goldbegriffs in „Soziales Gold“ ist damit gegeben.

 

Mission Statement aus der Mirno More Homepage:

 

„Der Verein Mirno More ist eine private soziokulturelle NGO ohne Gewinninteressen, die sich für die Leitziele Frieden und soziale Integration, Toleranz und Völkerverständigung einsetzt. Die Mirno-More-Friedensflotte wird vom Verein Mirno More organisiert und durchgeführt und dient der Verwirklichung dieser Leitziele.

 

Die Friedensflotte wurde 1992 mit dem Ziel ins Leben gerufen, den Kriegshandlungen im ehemaligen Jugoslawien eine konkrete Friedensinitiative entgegenzusetzen. Seit seiner Gründung wuchs das Projekt stetig in Umfang und Wirkungsbereich, und auch seine inhaltlichen Schwerpunkte wurden immer mehr erweitert.

 

So ist Mirno More heute zu einer tragfähigen Plattform für eine breite Vielfalt an Zielgruppen und sozialen Anliegen geworden. Neben Kriegswaisen und Flüchtlingskindern können auch Behindertengruppen, straffällig gewordene Jugendliche und andere Randgruppen teilnehmen, ebenso auch junge Menschen aus gesicherten Verhältnissen.
Die Friedensflotte wird einmal jährlich in der kroatischen Adria und seit 2003 auch als unabhängiges Partnerprojekt k4f (Kids for Freedom) in der Türkei veranstaltet.

 

Durch das alljährliche Erlebnis einer gemeinsamen Segelwoche schafft die Friedensflotte ideale Bedingungen, unter denen die Leitziele, Frieden und soziale Integration, Toleranz und Völkerverständigung, auf konkrete, effiziente und professionelle Weise, und mit nachhaltiger Wirkung umgesetzt werden.“

 

1.0. Material und gedanklichen Zugang:

 

Material:   Eisen, Acryl und ein Golfball aus Sozialem Gold

 

 

1.1. – Eiserner Sockel und Rohrabschluss

 

Naturbelassenes Eisen. Stählerne, graue, samtig mit „Perlen“ gestrahlte Oberfläche. Konzeptuell unkonserviert und damit dem Zeichen der Zeit, der Korrosion freigegeben.

 

Bis zur Verleihung der Ehrenpreise dürfen die Eisenteile der Objekte nur mit Handschuhen berührt werden.

 

Der Erstkontakt von Eisen und ungeschützten Händen soll durch die Berührung der zukünftigen Besitzerin bzw. des Besitzers erfolgen. Durch diesen Kontakt wird die Korrosion eingeleitet. Momente der Berührung(en) von Mensch und Objekt werden zukünftig in rostigen Spuren sichtbar.   

 

Diese Markierungen könnten in einer besonderen Intensität erscheinen, wenn der Objektsockel bewusst mit schweißbedeckten Händen angefasst wird.     

 

Eine transparente Konservierung der Eisenteile wäre nach Auftauchen der Finger bzw. Handabdrücke vorstellbar.    

 

Die Beziehung vom eisernen Materialeinsatz zum Golfsport ist mit dem für kurze Distanzen verwendeten Schläger, genannt „Eisen“, ebenfalls gegeben.

 

 

1.2. – Goldener Golfball

 

Das Gold steht mit seiner Materialeigenschaft der Beständigkeit im Gegensatz zur materiellen Vergänglichkeit des Eisens. Gold und Sport stehen in enger Verbindung.

 

Der Golfball wird mittels Ölvergoldung blattvergoldet. Als Blattgold dient –  wie schon seit Beginn meiner künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Goldbegriff – 23-karätiges „Dukaten-Doppel-Gold“. Diese Materialbezeichnung beinhaltet den monetär-materiellen Aspekt des Goldbegriffs und weist gleichzeitig auf dessen Ambivalenz und Polarität.

 

Da in klassischer Hinsicht die Vergoldung zur „Erhöhung“ eines Gegenstandes oder Bildthemas angewandt wird, kann in diesem Fall der gedankliche Bezug zum „fliegenden“ (Gold-)Golfball nahe liegen…

 

 

1.3. – Acrylrohr und -stab

 

Ein transparentes Acrylrohr verbindet den eisernen Sockel mit dem eisernen Rohrabschluss. Zwischen den schweren Eisenteilen entmaterialisiert die Transparenz des Rohres den umgebenden Raum des goldenen Golfballs, der auf einem Acrylstab „ruht“. Aus der Entfernung betrachtet, ergibt sich so der Eindruck einer frei schwebenden, goldenen Kugel.

 

Material und formaler Einsatz verweisen hier auf den transzendent-immateriellen Aspekt des Goldbegriffs.

 

2.0. – Maße und Daten

 

Format:      80x323 mm
Gewicht:         4,25 kg

 

Der vergoldete/erhöhte Gold-Golf-Ball „schwebt“ 79 mm über dem „Ziel“. Diese Distanz weist auf die elementare, dem Gold zugehörige Zahl „79“ im Periodensystem der Elemente hin.

 

Im Bereich der Elemente befindet sich Gold (79) zwischen flüssig/silber und grau erscheinendem Quecksilber (80) und Platin (78).

 

Dieser elementare Hinweis soll auf die Begrifflichkeit des Goldes und seine materiellen Eigenschaften ebenso zeigen, wie auf die Golf-Sport-„Elemente“ der Entspannung in der freien Natur, der Verbindung von Bewegung und Geist in der Flugbahn zum Ziel und der zwanglosen Kommunikation im gesellschaftlichen Umfeld.

 

So „schwebt“ der Goldene Ball permanent  – 79 Millimeter über dem Ziel.

 

Die Höhe des Acrylrohres steht zum eisernen Sockel in einem Längenverhältnis des Goldenen Schnitts.

 

Alle Objekte sind von mir mit Bleistift signiert – auf der Unterseite des eisernen Rohrabschlusses, über dem Gold. Bei der Signatur begleiteten meine Gedanken die Friedensflotte zu ihrem wünschenswerten, zukünftigen Ziel:  Des 100. Schiffes…

 

vielleicht mit einem goldenen Deck/Boden?

 

Zitat aus der Mirno More Homepage:

 

Die Zukunft der Friedensflotte – Eine Vision

 

100 Schiffe unter der Friedensflagge – an Bord unsere Kinder und unsere Hoffnung auf eine friedliche Zukunft.
Eine Sternfahrt mit Kindern und Jugendlichen aus den sozialen Brennpunkten Europas – und eine Medienbotschaft die das Feeling nachvollziehbar macht!
Und am Höhepunkt der Projektwoche – nach dem Zusammentreffen der Schiffe mit Crews aus allen Ländern Europas – ein Friedensfestival das alle die daran teilgenommen haben als Erinnerung und zugleich als Auftrag mit auf ihren Lebensweg nehmen....“

 

3.0. – Links

 

Mirno More

 

Kids on Board

 

mexican-trophy 

 

     

 

 

 
 

 

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